Sicher arbeiten und gesund bleiben im Forstbereich mit Arbeitsmedizin Nord

Wer im Wald tätig ist, wird weniger von der Natur bedroht als von Schadstoffen, Lärm, Vibration oder unterschätzten Risiken wie Kraftstoffe, Sprühfarbe und Lösungsmittel. Die Belastungen und Gefährdungen im Forstbereich sind vielfältig, das Risiko eines Arbeitsunfalls ist deutlich höher als in anderen Branchen. Außerdem gibt es eine Reihe von Berufskrankheiten, die bei Waldarbeitern vermehrt auftreten, denn Tätigkeiten im Forstbereich sind grundsätzlich gekennzeichnet durch:

  • Arbeit im Freien (z.B. Hitze, Kälte, Nässe, Schnee, Eis, Wind, UV-Licht)
  • Infektionsgefährdung (z.B. durch Zecken übertragene Krankheiten wie Borreliose)
  • Arbeiten in allen Geländeformen (z.B. Gehen und Stehen an Steilhängen)
  • Arbeiten auf jeglicher Art von unebenem Untergrund (Steine, Felsen, Vertiefungen, Gräben) mit zusätzlichen Behinderungen durch Astreisig und Bewuchs (z.B. Dornen- und Schlinggewächse)

 

Zusätzliche Gefährdungen und Belastungen ergeben sich durch

  • Heben und Tragen schwerer Lasten, Zwangshaltungen, Arbeiten in gebückter Körperhaltung
  • Tragen der geforderten persönlichen Schutzausrüstung (i. A. Schutzhelm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Schutzschuhe, Schnittschutzhosen, Schutzhandschuhe, bei Ausbringung von Gefahrstoffen Atemschutz und Schutzanzug)
  • Führen von Maschinen und Geräten
  • Führen von Fahrzeugen einschließlich Personentransport
  • Bildschirmarbeiten

 

Dies bedeutet in der Summe

  • hohe Anforderung an den Muskel-Skelett-Apparat
  • hohe Anforderung an das Herz-Kreislauf-System
  • hohe Anforderung an die Sinnesorgane und Aufmerksamkeit
  • hohe psychomentale Beanspruchung

 

Forstarbeiten zählen zu den gefährlichen Tätigkeiten in der Arbeitswelt, da sie z.B. durch Absturzgefahr eine generelle Gefährdung der Gesundheit mit sich bringen. Daher ist die Tauglichkeit für diese Arbeit durch regelmäßige Eignungsuntersuchungen nachzuweisen und Maßnahmen zum Arbeitsschutz zwingend nötig. Inhaltliche Grundlage dafür sind die gewerblichen Untersuchungsgrundsätze der arbeitsmedizinischen Vorsorge in der Verordnung zur arbeits- medizinischen Vorsorge (ArbMedVV). Denn nur durch eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung von unabhängiger Stelle kann die Sicherheit der Beschäftigten erhöht werden, was unterm Strich auch dem jeweiligen Arbeitgeber ein besseres Gefühl gibt.

Eignungsuntersuchungen bei Arbeitsmedizin Nord schaffen Sicherheit

Bei den arbeitsmedizinischen Untersuchungen für Forstbeschäftigte spielen unter anderem Lärm und Vibrationen eine Rolle. Regelmäßige Untersuchungen nach dem DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung)-Grundsatz 20 „Lärm“ sind Pflicht, wenn hohe Lärmbelastungen etwa bei Motorsäge- und Freischneidearbeiten oder beim Schießen bei der Jagd bestehen. Aber auch „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (G 25)” oder „Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung (G 42)” sind Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen für Forstarbeiten.

Die Eignungsuntersuchung vor der Arbeitsaufnahme von Forstarbeiten soll daher klären, ob die gesundheitliche Konstitution des Beschäftigten erwarten lässt, dass die zu erledigenden Arbeiten, die man auf jeden Fall als körperlich schwer und herausfordernd zusammenfassen kann, von ihm ausgeübt werden können. Sie dienen demnach vorrangig Arbeitgeberinteressen sowie dem Schutz Dritter.

Laut Arbeitsmedizin Nord sollte die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter von Forstarbeiten an erster Stelle für Unternehmen und ihre Angestellten stehen. Die gesundheitliche Eignung bei Forstarbeiten wird u.a. anhand folgender Kriterien bemessen: Körperliche und psychische Eignung, Schwindel-freiheit, gute Sehfähigkeit, gute Hörfähigkeit, körperliche Fitness.

Eignungsuntersuchung zur Tauglichkeit für Forstarbeiten nur durch zertifizierte Mediziner

Bei Eignungsuntersuchungen steht ganz generell die arbeitsmedizinische Tauglichkeit des zu Untersuchenden im Vordergrund. Dabei wird überprüft, ob die physischen und psychischen Fähigkeiten zur Ausübung der Tätigkeit ausreichend sind.

Im Forstbereich sind die Beschäftigten zahlreichen Belastungen und Gefährdungen ausgesetzt, was das Risiko für das Auftreten von berufs- und arbeitsbedingten Erkrankungen erhöht. Daher ist eine vollumfängliche Gefährdungsbeurteilung nur von qualifizierter Stelle möglich und auch zwingend nötig.

Um diesen Umstand gerecht zu werden, darf eine Eignungsuntersuchung zur Ausübung von Forstarbeiten in Deutschland nur von zertifizierten Medizinern durchgeführt werden. Wir von Arbeitsmedizin Nord verfügen über diese Anerkennung und können daher Sie bzw. Ihre Mitarbeiter auf die Eignung prüfen und das geforderte Zertifikat ausstellen.

Die Forstarbeiten-Eignungsuntersuchung auf einen Blick

Was wird untersucht?

  • Blutuntersuchung
  • Gehörtest
  • Urintest
  • Sehtest
  • Lungenfunktionstest
  • EKG / Belastungstest Ergometrie
  • Für Forstarbeiter, die als Motorsägenführer tätig sind, werden zusätzliche Checks hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit gegen Lärm und Vibrationen durchgeführt

 

Was muss der zu Untersuchende mitbringen?

  • Personaldokument (Personalausweis, Reisepass)
  • Impfpass
  • Sehhilfe: Brille oder Kontaktlinsen – falls benötigt

 

Ziel der Untersuchung ist es, die Risiken und die Gefährdungen Dritter zu vermindern und sorgfältig zu überprüfen, ob sich der Beschäftigte für die Erfüllung der Aufgaben eignet. Sollte dies der Fall sein, wird ein Zertifikat ausgestellt. Um sicherzustellen, dass die für die Ausübung dieser Tätigkeit erforderlichen Fähigkeiten und die körperliche Verfassung gegeben sind, müssen in regelmäßigen Abständen Nachfolgeuntersuchungen gemacht werden.

Auch hierfür sind wir Ihr kompetenter Ansprechpartner, denn gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern sind wir auf allen Gebieten der Arbeitsmedizin spezialisiert und stellen im Norden Deutschlands zudem eine flächendeckende Durchführung von Eignungsuntersuchungen im Bereich Forst- und Baumarbeiten sicher.