Arbeitsmedizin Nord: Für Vorsorge, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Nur wer Gefährdungen richtig beurteilt, legt die Basis für angemessene arbeitsmedizinische Prävention und Arbeitssicherheit! Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen sind unverzichtbarer Teil von Arbeitsschutz – und rechtlich bindende Arbeitgeberverantwortung. Was Unternehmen seit 2008 beim Thema arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen beachten müssen, regelt die ArbMedVV.

Recht auf Vorsorgeuntersuchungen gem. ArbmedVV

Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen – jeder Arbeitnehmer hat ein Recht darauf, verbrieft in der Arbeitsschutzrahmenrichtlinie der Europäischen Union. Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit mit langer Tradition, der auch Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge umfasst. Arbeitsmedizin Nord als arbeitsmedizinischer Dienst Schleswig-Holstein bietet Unternehmen und Beschäftigten ein breites Spektrum arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen an – und unterstützt Arbeitgeber dabei, erfolgreiches Gesundheitsmanagement im Unternehmen zu realisieren.

Doch welche Vorsorgeuntersuchungen sind notwendig? Weil jeder Einzelbereich eigene Gefährdungsbeurteilungen von Arbeitssicherheit kennt, legt die ArbmedVV detailliert fest, welche Vorsorgeuntersuchungen bei welchen Tätigkeiten gefordert ist – vom Umgang mit Gefahrstoffen bis zu Bildschirmarbeit. Eine Liste der Vorsorgeuntersuchungen nach ArbMedVV finden Sie hier.

Pflichtvorsorge: Zwingend vor jeder Jobaufnahme

DEKRA Arbeitsmedizin Nord

Je nach betrieblichem Kontext ist arbeitsmedizinische Vorsorge Pflichtvorsorge, Angebotsvorsorge oder Wunschvorsorge. Was ist was? Die Pflichtvorsorge nach § 4 ArbMedVV steht vor Aufnahme jeder Tätigkeit – und ist anschließend in regelmäßigen Abständen zu veranlassen. Kurz: Übt ein Arbeitnehmer bestimmte Tätigkeiten aus, die diesen besonders gefährden können, muss der Arbeitgeber die Pflichtvorsorge in die Wege leiten, um Arbeitssicherheit zu gewährleisten.

Weil Pflichtvorsorge die Voraussetzung ist, dass der Beschäftigte diese Tätigkeit überhaupt aufnehmen bzw. weiterhin ausführen kann, ist seine Teilnahme daran verpflichtend. Nicht verpflichtend: die Teilnahme an den entsprechenden medizinischen Vorsorgeuntersuchungen. Wie oft und in welchen Abständen diese Vorsorge zu treffen ist, legt die Arbeitsmedizinische Regel AMR 2.1 fest. Üblich sind Vorsorgeabstände von drei Jahren. Sie sind Mitarbeiter und der Termin zur nächsten Pflichtvorsorge rückt näher? Dann informieren wir Sie – per schriftlicher Einladung zum Vorsorgetermin – von Schleswig-Holstein bis Mecklenburg-Vorpommern. Sie können Ihren Termin nicht wahrnehmen? Kein Problem, dann bieten wir Ihnen selbstverständlich einen Ersatztermin an. Bitte informieren Sie Arbeitsmedizin Nord Schleswig-Holstein frühzeitig, falls Sie verhindert sind.

Angebotsvorsorge: Bei bestimmten Gefährdungen am Arbeitsplatz verpflichtend

Neben der Pflichtvorsorge besteht die ergänzende Möglichkeit der Angebotsvorsorge gem. § 5 ArbMedVV. Diese Vorsorgeuntersuchungen anzubieten, liegt jedoch nicht im freien Ermessen des Arbeitgebers: Angebotsvorsorge ist bei bestimmten Gefährdungen am Arbeitsplatz verpflichtend anzubieten – im Sinne der Arbeitssicherheit. Die Teilnahme daran ist dagegen freiwillig:
Lehnt der Mitarbeiter die Angebotsvorsorge ab, hat er keinerlei negative Konsequenzen zu fürchten. Der Betriebsarzt erstellt lediglich eine Vorsorgebescheinigung aus – mit Zeitpunkt, Anlass des Vorsorgetermins und Termin der nächsten fälligen arbeitsmedizinischen Vorsorge. Wie die Pflichtvorsorge müssen Arbeitgeber auch Angebotsvorsorge vor Aufnahme einer Tätigkeit und danach in regelmäßigen Abständen anbieten. Der Mitarbeiter lehnt das Angebot ab?

Trotzdem bleibt der Arbeitgeber in der Pflicht, ihm weiterhin Vorsorgeuntersuchungen anzubieten. Auch, wenn ein Arbeitgeber von einer Erkrankung erfährt, die nahelegt, dass ein Zusammenhang zum ausgeübten Job besteht, muss er diesem – und ggf. weiteren Mitarbeitern mit vergleichbarer Tätigkeit! – Vorsorgeuntersuchungen offerieren.
Gleiches gilt für ehemalige Beschäftigte, sofern der Verdacht besteht, dass auch nach längerer Zeit noch Gesundheitsprobleme auftreten können – im Rahmen nachgehender Vorsorgeuntersuchungen. Es ist es Zeit für die Angebotsvorsorge? Als Patient und Beschäftigter erhalten Sie dann unser schriftliches Angebot mit der Bitte, einen Termin bei Arbeitsmedizin Nord Schleswig-Holstein zu vereinbaren.

§ 11 Arbeitsschutzgesetz: Auf eigenen Wunsch arbeitsmedizinische Vorsorge wahrnehmen

Dieser Name ist Programm: Wunschvorsorge gem. § 11 Arbeitsschutzgesetz bedeutet, dass Beschäftigte auf eigenen Wunsch arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen können – sofern ein konkreter Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Problemen und der Situation am Arbeitsplatz vermutet werden kann.

Dazu muss die Beurteilung von Arbeitsbedingungen und getroffenen Schutzmaßnahmen Grund geben, dass mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen ist. Um dieses Recht auf Wunschvorsorge und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, ergreifen Sie als Arbeitnehmer die Initiative – und vereinbaren einen Termin beim betriebsärztlichen Dienst bzw. Ihrem Ansprechpartner bei der Arbeitsmedizin Nord in Schleswig-Holstein.

Arbeitsmedizin Nord: Jobbedingte Erkrankungen durch Vorsorgeuntersuchungen früh erkennen

Arbeitsmedizin Nord für Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern folgt dem Ziel der ArbMedVV:  Durch Maßnahmen arbeitsmedizinischer Vorsorge jobbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten frühzeitig zu erkennen – ein wirksamer Beitrag zum Erhalt der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Arbeitnehmers, aber auch zum betrieblichen Gesundheitsschutz insgesamt! Aber: Arbeitsmedizinische Vorsorge ist keine Eignungsuntersuchung, sondern soll zu Gesundheitsgefahren bei der Arbeit beraten und im Sinne besserer Arbeitssicherheit informieren.

Seit 2013 hat individuelle betriebsärztliche Beratung bei der Vorsorge Priorität. Unter Kenntnis der Situation ist der Beschäftigte in Schleswig-Holstein und Norddeutschland über Gesundheitsgefahren zu beraten und über Untersuchungen zu informieren, die erforderlich sind, um eine mögliche Gesundheitsgefährdung zu beurteilen. Anders als früher: Ein Vorgehen, das den Grundsätzen der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) folgt und einfach Abläufe von Vorsorgeuntersuchungen abarbeitet, ist nicht mehr zeitgemäß. Körperliche und technische Untersuchungen, Blutentnahme und Impfung sind Angebote, die nur erfolgen, sofern der Beschäftigte einverstanden ist.

Inhalte solcher Beratung können sein:

– Infektionsgefährdung

– Indikationsimpfungen

– Hautschutz

– Gefahrstoffe

– Schutzausrüstung

– schweres Heben

– Nachtarbeit

– Angebote zur Prävention u. v. m.

Vorsorge erfolgreich durchgeführt?

Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber erhalten eine Bescheinigung durch uns – mit Datum, Anlass der Vorsorge und nächstem Termin. Eine Beurteilung der gesundheitlichen Eignung dagegen ist nicht enthalten. Denn die neue ArbMedVV betont das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Mitarbeiter entscheiden selbst, welche personenbezogenen Daten sie an wen preisgeben. Das Interesse des Arbeitgebers an bestimmten Befunden von Vorsorgeuntersuchungen ist dabei sekundär. Lange Praxis im Anschluss an Vorsorgeuntersuchungen, aber nicht mehr zulässig: Die Kopie ärztlicher Beurteilungen an den Arbeitgeber.

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Denn was zwischen Patienten und Arzt gesprochen wird, unterliegt der Schweigepflicht – in Schleswig-Holstein und bundesweit. Und Untersuchungsergebnisse wie Laborbefunde erfährt nur der Beschäftigte selbst. Trotzdem sind Betriebsärzte natürlich verpflichtet, die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen zu dokumentieren und zu bewerten. Denn finden sich Anhaltspunkte, dass der Arbeitsschutz am Arbeitsplatz nicht ausreicht, muss der Betriebsarzt den Arbeitgeber in Kenntnis setzen – und passende Schutzmaßnahmen vorschlagen.

Arbeitsmedizin Nord: Für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Ebenfalls gut zu wissen: Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen finden während der Arbeitszeit statt, die Kosten für dieses Plus an Arbeitssicherheit trägt der Arbeitgeber. Arbeitsmedizin Nord ist Ihr Partner für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen in Schleswig-Holstein, direkt in unserem Arbeitsmedizinischen Untersuchungszentrum in Reinfeld. Aber nicht nur für Schleswig-Holstein, sondern den ganzen Norden – ob Hamburg, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern. Wir von der Arbeitsmedizin Nord freuen uns, das Vertrauen von inzwischen

mehr als 400 Betrieben in Schleswig-Holstein und Norddeutschland zu genießen. Darunter: Betriebe und Kleinstbetriebe aller Branchen sowie öffentliche Einrichtungen – von Industrieunternehmen und Werft bis zu Pflegeeinrichtungen und Stadtverwaltungen. Arbeitsmedizin Nord kommt auch zu Ihnen: Alle Ärzte von Arbeitsmedizin Nord sind etablierte Arbeitsmediziner und Gesundheitsmanager mit langjähriger Praxiserfahrung in betriebsmedizinischer Betreuung.

Arbeit und Gesundheit stehen in Wechselwirkung …

… mehr darüber zu wissen, lohnt sich! Sie möchten Einzelheiten über rechtssichere arbeitsmedizinische Betreuung und unsere Services im Bereich Vorsorgeuntersuchungen erfahren? Nehmen Sie jetzt Kontakt auf: Arbeitsmedizin Nord Schleswig-Holstein entwickelt ein persönliches Angebot für Sie – perfekt auf Ihr Unternehmen zugeschnitten, kostenlos und unverbindlich.